Das Tal der Dordogne

Gorges de la Dordogne

Die Dordogne entspringt am Puy de Sancy in der Auvergne. Man kann sie mit Fug’ und Recht zu den schönsten französischen Flüssen zählen. 2012 hat das Tal der Dordogne von der UNESCO besonderen Schutz erhalten und wurde als Biosphärenreservat klassifiziert.

Beispielhaft hat die Region die wirtschaftliche Entwicklung, die über die Jahrhunderte stattgefunden hat, mit Naturschutz und dem Erhalt ihres sozialen Gefüges in Einklang gebracht.

Der Abschnitt der Dordogne, der zum Département Corrèze im Limousin zählt, wartet mit einer überwältigenden Landschaft auf und zahlreichen idyllischen Bilderbuchdörfern wie Argentat oder Beaulieu-Sur-Dordogne. Die Talsperren (z.B. der See von Bort-les-Orgues), die den Verlauf des Flusses beruhigt haben, haben den ökologischen Reichtum der Flusslandschaft nicht beeinträchtigt.

Im 15. Jh. begannen die Schiffer der Gabares (flachbödige Flusskähne) Eichenholz zur Herstellung von Weinfässern für Bordeaux wein flussabwärts zu befördern.

Flusskreuzfahrten mit einer Gabaredurch die spektakuläre Kulisse der Schluchten der Dordogne sind eine Reise in die Vergangenheit, als unerschrockenen Fluss-Kapitäne ihre Kähne durch die einst wilden Strömungen des Flusses mane uvrierten. Eine Fahrt mit einer Gabarewird zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. An 6 verschiedenen Anlegern in den Dordogne-Schluchten kann man sich zu Fahrten von 90minütiger Dauer einschiffen. Es besteht ganzjährig, nach Reservierung, auch die Möglichkeit, kulinarische Gruppenfahrten zu organisieren

Das Tal der Creuse – Inspiration für die Maler des Impressionismus

Crozant

Dieses Tal ist gespickt mit Schlössern, Felsen und Legenden. Die Ruinen von Crozant und die Nebel der Creuse inspirierten um 1890 die Maler Claude Monet und Armand Guillaumin sowie den Dichter Maurice Rollinat. Eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle für die Maler, die hier erstmals unter freiem Himmel ihre Staffeleien aufstellten.

Der Wanderweg Claude Monet führt an die Stelle wo der Maler erstmals den Fluss und seine Ufer in seinen Gemälden verewigte und die erste impressionistische Bilderserie der Kunstgeschichte schuf. Seitdem haben sich im Tal der Impressionisten viele Galerien angesiedelt. In Fresselineskann man Werke von berühmten Impressionisten und Malern der Region bewundern.

Das Tal der Vienne

Vuthéara © CRT Limousin

Mal temperamentvoll inmitten von Felsen, mal behäbig und sonnen bestrahlt in weiten Tälern, durchquert die Vienne reizvolle mittelalterliche Orte wie Saint-Léonard-de-Noblat, umspült Mühlen, staut sich zu Seen und passiert historische Brücken, die von Pilgern des Jakobsweges seit Jahrhunderten genutzt werden.

Für Limoges und das Département Haute-Vienne war der Fluss ein wichtiger Motor der frühen Industrialisierung durch die Porzellanherstellung. Denn nur dank der Vienne war es möglich die großen Holzmengen, die für die Brennvorgänge der Porzellanherstellung nötig waren, vom Hoch plateau Millevaches nach Limoges - zum Port de Naveix,am Fuß der Kathedrale -  zu transportieren.

Die Nebenflüsse der Vienne, Gorres und Glanedienten einst als Muse für Dichter, oder heute, etwas profaner, als Paradies für Angler. Der französische Land schaftsmaler Camille Corotwählte die Ufer der Glanein der Gegend um Saint-Junien als Motiv für seine Bilder. Noch heute trägt ein Platz am Ufer seinen Namen.